Jugend und Demokratie-Bildung

Text in Leichter Sprache

 

In der Satzung des Bayerischen Jugendrings steht:

Der Bayerische Jugendring hat die Aufgabe, junge Menschen zu unterstützen.

  • Junge Menschen sollen sich zu selbst-bestimmten und friedlichen Menschen entwickeln.
  • Junge Menschen sollen sich einbringen und mitgestalten.

Für eine freiheitliche und demokratische Gesellschaft.

Gesetzbuch

Demokratisch und Demokratie bedeutet:

Jeder kann mit-entscheiden, was gemacht wird.

Zum Beispiel durch freie Wahlen.

Abbildung Gruppe Menschen
Eine Hand wirft einen Wahlzettel in eine Wahlurne

Frei heißt: Jeder darf die Person oder Partei wählen,

die er am besten findet.

Niemand darf gezwungen werden,

eine bestimmte Person oder Partei zu wählen.

Alle Menschen haben die gleichen Rechte

und werden gleich behandelt.

In einer Demokratie hat jeder das Recht, seine Meinung zu sagen.

Keiner muss Angst haben, dafür bestraft zu werden.

Die jungen Menschen sollen lernen:

  • verantwortlich und selbst-ständig zu handeln,
  • kritisch nachzufragen und eigenständig zu denken,
  • nicht nur an sich, sondern auch an andere Menschen zu denken.
Eine Person befragt eine andere Person

Unsere Aufgabe ist, junge Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu begleiten.

Und aktiv zusammen demokratisch zu denken und zu handeln.

Demokratie-Bildung bedeutet: Demokratie zu erklären.

Und auch zu leben.

Finger zeigt mit dem Zeigefinger nach vorne

Demokratie-Bildung bedeutet für uns:

Junge Menschen lernen:

  • sich gegenseitig zu respektieren
  • gut miteinander umzugehen
  • alle gleich zu behandeln
  • niemanden schlecht zu behandeln
  • niemanden sexuell zu missbrauchen
  • selbst zu bestimmen und zu sagen, was man machen möchte
  • andere anzuhören und gemeinsam zu besprechen,

wie man etwas machen wird.

Abbildung Hände schütteln
Vier Personen

Folgende Organisationen informieren und unterstützen:

Amadeu Antonio Stiftung

Die Amadeu Antonio Stiftung möchte alle Menschen unterstützen:

sich für Demokratie einzusetzen.

Dafür, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und gleich behandelt werden.

Dafür, dass jeder mit-entscheiden und seine Meinung sagen darf.

Die Stiftung gibt dafür Geld an bestimmte Projekte.

Sie möchte die Menschen und ihre Projekte miteinander vernetzen.

Damit sie bekannter werden.

Internet-Seite: www.amadeu-antonio-stiftung.de

Belltower News - Netz für digitale Zivil-Gesellschaft

Der Name ist Englisch und wird so ausgesprochen:

Bell-Tauer Njus.

Das bedeutet: Nachrichten aus dem Glocken-Turm.

Früher hieß es: Netz gegen Nazis.

Mit Netz ist das Internet gemeint.

Es sind Nachrichten auf einer Internet-Seite.

Betroffene und Fach-Leute geben Rat, was zu tun ist,

wenn jemand menschen-feindlich behandelt wurde.

Es gibt Informationen, Gespräche und Neuigkeiten.

Internet-Seite: www.belltower.news 

Informations- und Dokumentations-Zentrum für Anti-Rassismus-Arbeit

Das Zentrum heißt kurz: IDA e.V.

Es macht Anti-Rassismus-Arbeit.

Anti heißt: dagegen.

Es setzt sich gegen Rassismus ein.

Rassismus ist, wenn man jemanden schlechter behandelt.

Weil man denkt, er sei anders.

Zum Beispiel weil er anders aussieht oder aus einem anderen Land kommt.

Oder einen anderen Glauben hat.

IDA e.V. unterstützt zum Beispiel:

Jugend-Verbände, Vereine, Schulen und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit.

Internet-Seite: www.idaev.de 

Landes-Koordinierungs-Stelle Bayern gegen Rechts-Extremismus

Rechts-Extremismus bedeutet:

Diese Menschen meinen, dass sie besser sind als andere.

Sie sagen zum Beispiel, dass Personen aus anderen Ländern

oder mit anderer Haut-Farbe weniger wert sind.

Diese Einstellung gehört nicht zu einer Demokratie.

Denn in einer Demokratie haben alle Menschen

die gleichen Rechte.

Rechts-Extremisten wenden häufig Gewalt an.

Die Stelle gegen Rechts-Extremismus informiert und berät:

Einzel-Personen, Verbände, Schulen, Bildungs-Einrichtungen, Kirchen, Gemeinden, Firmen und Bürger-Bündnisse.

Alle, die von Rechts-Extremismus betroffen sind.

Alle, die dagegen etwas machen wollen.

Internet-Seite: www.lks-bayern.de 

Mobile Beratung gegen Rechts

Mobil bedeutet: beweglich.

Meist ist die Stelle an keinem festen Ort.

Die Berater kommen dorthin, wo Hilfe gebraucht wird.

Mit Rechts ist Rechts-Extremismus gemeint.

Rechts-Extremismus bedeutet:

Diese Menschen meinen, dass sie besser sind als andere.

Sie sagen zum Beispiel, dass Personen aus anderen Ländern

oder mit anderer Haut-Farbe weniger wert sind.

Diese Einstellung gehört nicht zu einer Demokratie.

Denn in einer Demokratie haben alle Menschen die gleichen Rechte.

Rechts-Extremisten wenden häufig Gewalt an.

Die Mobile Beratung in Bayern hilft und berät.

Sie kommt direkt vor Ort.

www.lks-bayern.de/ueber-uns/mobile-beratung/

Der Bundes-Verband Mobile Beratung e.V. vertritt die Interessen seiner Mitglieder.

Die Mitglieder beraten und informieren in ganz Deutschland.

Der Bundes-Verband unterstützt die Beratungs-Gruppen.

Und veranstaltet Schulungen.

Und berät und informiert Politik, Verwaltung und alle Bürger.

Internet-Seite: www.bundesverband-mobile-beratung.de 

Projekt debate//de:hate

Das wird so ausgesprochen: die bäit – die häit.

Das bedeutet so viel wie: im Internet darüber sprechen, wie man mit Hass umgeht.

Und wie man damit umgeht, dass Menschen andere Menschen schlecht behandeln.

Das Projekt unterstützt Gespräche im Internet.

Um sich für Demokratie einzusetzen.

Dafür, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und gleich behandelt werden.

Das Projekt untersucht und empfiehlt auch: was man machen soll.

Internet-Seite: www.debate-dehate.com 

Stadt München – Fach-Stelle für Demokratie

Die Stelle ist für die Stadt München zuständig.

Bei diesen Themen: Rechts-Extremismus, Rassismus und Menschen-Feindlichkeit.

Rassismus und Rechts-Extremismus bedeuten:

Wenn Menschen andere Menschen schlechter behandeln.

Zum Beispiel weil jemand anders aussieht

oder einen anderen Glauben hat.

Die Fach-Stelle für Demokratie ist zum Beispiel zuständig:

Wenn es eine Versammlung oder einen Aufmarsch

von Rechts-Extremen gibt.

Die wichtigste Aufgabe ist: die Demokratie zu stärken.

Und die verschiedenen demokratischen Gruppen und Vereine

zu unterstützen und zu vernetzen.

Internet-Seite: www.muenchen.de/rathaus/Stadtpolitik/Fachstelle-fuer-Demokratie.html 

Stiftung Werte-Bündnis

Welche Werte sind wichtig?

Zum Beispiel: Demokratie, Team-Geist, Verantwortung?

Die Stiftung will junge Menschen zum Nachdenken anregen.

Mit ihnen über Werte sprechen.

Und sie zum Handeln ermuntern.

Internet-Seite: www.wertebuendnis-bayern.de

Person stellt eine Frage

Vielfalt Mediathek

Eine Mediathek ist ein Ort oder eine Internet-Seite, wo es Info-Materialien gibt.

Die Vielfalt-Mediathek gehört zu dem Informations- und Dokumentations-Zentrum für Anti-Rassismus-Arbeit.

Das Zentrum heißt kurz: IDA e.V.

In der Vielfalt Mediathek gibt es  Informationen und Material

rund um das Thema: Anti-Rassismus ( was das ist, steht hier:

bitte anklicken: IDA e.V. )

Für Einzel-Personen, Schulen, Vereine und andere Interessierte.

Internet-Seite: www.vielfalt-mediathek.de  

Symbolische Darstellung des Internet

Wählen ab wie viel Jahren?

Der Bayerische Jugendring setzt sich seit vielen Jahren dafür ein:

dass auch junge Menschen ab 14 Jahren wählen dürfen.

Bei den Kommunal-, Landtags-, Bundestags-

und Europa-Wahlen.

Person vor Wahlurne

Das Wahl-Recht ist beweglich

Das bedeutet: Man kann verändern, wer und ab wann man wählen darf.

Die Geschichte zeigt:

Früher durften Frauen nicht wählen.

Erst im Jahr 1919 bekamen sie das Wahl-Recht.

Früher waren Menschen mit 21 Jahren voll-jährig.

Und durften wählen.

Das wurde im Jahr 1975 geändert:

Seitdem sind junge Menschen mit 18 Jahren voll-jährig.

Und dürfen wählen.

 

In manchen Bundes-Ländern dürfen aber auch

schon 16-Jährige wählen.

Zum Beispiel in Niedersachsen und Thüringen.

Bei den Kommunal-Wahlen.

Und auch in Bremen, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Bei den Landtags-Wahlen.

Wahlen sind ganz wichtig für eine Demokratie.

Abbildung zweier Menschen

Jugendarbeit

Jugendarbeit zeigt:

Junge Menschen wollen mitreden,

wie unsere Gesellschaft sein soll.

Und sie können das auch.

Deshalb ist es gut, wenn auch schon 16-Jährige wählen dürfen.

Die Politiker kümmern sich bisher nur wenig

um die Interessen von Kindern und Jugendlichen.

Denn es gibt nicht so viele junge Wähler.

3 Politiker am Rednerpult

Es gibt in der Bevölkerung mehr ältere und alte Menschen. Und das wird auch in Zukunft so sein.

Es wurde immer wieder etwas dagegen gesagt.

Nämlich dass Kinder und Jugendliche zu jung sind, um zu wählen.

Zum Beispiel:

  • Dass sie nicht reif genug sind.
  • Dass sie sich nicht für Politik interessieren.
  • Dass sie gar nicht wählen wollen.

Aber das stimmt alles nicht !

Jugendliche sind reif genug

Auch junge Menschen können entscheiden, was sie wollen und was nicht.

Der Psychologe Klaus Hurrelmann hat untersucht,

dass Kinder schon ab 12 Jahren kritisch denken und urteilen können.

Außerdem können junge Menschen besser mit neuen Medien umgehen als manche ältere Personen.

Zum Beispiel mit Internet und Handy.

Das ist auch wichtig, um sich eine Meinung zu bilden.

Symbolische Darstellung des Internet

Jugendliche wollen wählen

In jedem Alter gibt es welche, die wählen wollen.

Und welche, die nicht wählen wollen.

Das Wahl-Recht ist ein Recht.

Man kann selbst entscheiden,

ob man wählt oder nicht.

Zwei Personen neben Wahlurne

Jugendliche interessieren sich für Politik

Je früher junge Menschen beteiligt werden:

desto früher befassen sie sich mit Politik.

Sie interessieren sich auch mehr für Politik,

wenn sie mitmachen dürfen.

In jedem Alter gibt es welche, die sich für Politik interessieren.

Und welche, die sich gar nicht für Politik interessieren.

Das Wahl-Recht ist ein Recht.

Man kann selbst entscheiden,

ob man sich für Politik interessiert oder nicht.

Abbildung Gruppe Menschen

Jugendliche sind nicht leichter zu beeinflussen

Alle Menschen beeinflussen sich ständig gegenseitig.

Egal wie alt sie sind.

Deshalb gibt es Wahl-Kämpfe.

Politik bedeutet: sich auszutauschen, Meinungen zu übernehmen oder
die eigene Meinung zu vertreten.

Jugendliche können Verantwortung tragen

Menschen können schon in jungen Jahren viel Verantwortung tragen.

Es wird ihnen schon viel und immer mehr zugetraut.

Schon mit 14 Jahren kann man sich

für eine Religion entscheiden.

Oder Mitglied in einer Partei werden.

Manche 14-Jährige beginnen schon eine Berufs-Ausbildung.

Und müssen den Berufs-Alltag schaffen.

  • Jugendliche müssen nicht vor dem Wahl-Recht geschützt werden

Das Wahl-Recht ist ein Recht und keine Pflicht.

Man muss nicht wählen, wenn man nicht will.

Deshalb muss niemand davor beschützt werden.

Häkchen

Jugendlichen fehlt nicht die politische Kenntnis

Kinder und Jugendliche können heutzutage schon früh

viel über Politik lernen.

Man muss kein Experte und alt sein, um sich gut zu überlegen:

welche Partei man wählen will.

Es gibt Personen, die sich gut informieren.

Und es gibt Personen, die entscheiden sich vom Gefühl her.

Egal wie alt sie sind.

Eine Person zeigt mit dem Finger auf Ihr Gehirn

Jugendliche sind nicht gefühls-betonter.

Sie sind nicht extremer.

Jeder wählt auch aus persönlichen Gründen.

Vom Gefühl her.

Es gibt die U18-Wahlen.

Das bedeutet: Junge Menschen unter 18 Jahren dürfen üben zu wählen.

Immer 9 Tage vor den Wahlen.

Damit haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit,

sich politisch zu informieren und auszudrücken.

Die U18-Wahlen zeigen:

Kinder und Jugendliche wählen ähnlich wie die richtigen älteren Wähler.

Sie sind nicht extrem oder radikal.

Eine Hand wirft einen Wahlzettel in eine Wahlurne

In Zukunft mehr Wähler

Man kann davon ausgehen:

Dass es in Zukunft mehr Wähler geben wird,

wenn junge Leute früh wählen.

Denn früh wählen übt sich ein.

Wer bereits früh anfängt zu wählen:

der gewöhnt sich daran und wählt auch im Alter.

Mit den jungen Wählern gibt es auf jeden Fall insgesamt mehr Wähler.

Und die Gewählten können insgesamt mehr Stimmen bekommen.

Abbildung Gruppe Menschen

U18-Wahlen

Junge Menschen unter 18 Jahren dürfen üben zu wählen.

Immer 9 Tage vor den Wahlen.

In Wahl-Lokalen mit Stimm-Zetteln, Wahl-Kabinen

und Wahl-Urnen.

Wie bei einer richtigen Wahl.

Damit haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit,

sich politisch zu informieren und auszudrücken.

Die U18-Wahlen zeigen:

Kinder und Jugendliche wählen ähnlich wie die richtigen älteren Wähler.

Eine Hand wirft einen Wahlzettel in eine Wahlurne

Wollen Sie eine U18-Wahl veranstalten?

 

Wer darf Wahl-Veranstalter sein?

Jede Einrichtung, jeder Verein und auch jede Einzel-Person.

  • Sie dürfen aber zu keiner Partei gehören.
  • Sie müssen demokratisch sein.
  • Sie müssen sich im Internet anmelden: www.u18.org

 

1. Sie brauchen dafür einen passenden Raum: das Wahl-Lokal.

Am besten dort, wo Jugendliche sowieso sind:

an Schulen, in Vereinen und Jugend-Einrichtungen.

Oder an Sport-Plätzen oder Schwimm-Bädern.

Sie können auch in einem Bus

ein Wahl-Lokal machen.

Menschengruppen in einem Gemeinschaftraum

2. Sie brauchen:

  • Wahl-Urnen, wo die Stimm-Zettel rein kommen.
  • Wahl-Kabinen, wo man in Ruhe und ungesehen wählen kann.
  • Stimm-Zettel. Sie können sie aus dem Internet ausdrucken.
  • Stifte 
Eine Hand wirft einen Wahlzettel in eine Wahlurne

Die Wahl-Lokale sollen am Wahl-Tag von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet sein.

Abbildung zweier Uhren

Ab 18 Uhr werden die Kreuze auf den Stimm-Zetteln gezählt.

Sie müssen die Ergebnisse im Internet reinschreiben: www.u18.org

 

Die ersten Wahl-Ergebnisse erfahren alle am Abend.

Die genauen Wahl-Ergebnisse stehen erst einige Tage später fest.

Person stellt eine Frage

Der Bayerische Jugendring informiert und berät alle,

die ein Wahl-Lokal machen wollen.

Kontakt:

Warum ist die U18-Wahl wichtig?

Mit der U18-Wahl zeigen wir:

Wir nehmen die Kinder und Jugendlichen ernst.

Wir wollen wissen:

Welche Wünsche und Interessen haben junge Menschen?

Kinder und Jugendliche werden bisher in der Politik kaum beachtet.

Obwohl sie die Zukunft unserer Gesellschaft sind.

Die U18-Wahl gibt jungen Menschen die Möglichkeit,

mitzureden.

Menschen am Rednerpult

So erfahren alle, was die jungen Menschen wollen.

Damit können die Politiker

auch die Interessen von jungen Menschen berücksichtigen.

 

 

Die U18-Wahl ist so wichtig, weil man damit demokratisches Handeln übt.

Es ist das größte Projekt der politischen Bildung in Deutschland.

Die U18-Wahl führt junge Menschen an das Wählen heran.

Es gibt viele Info-Materialen und Begleit-Programme

Die jungen Menschen lernen, sich eine eigene politische Meinung zu bilden.

Die U18-Wahl weckt das Interesse an Politik!

 

Übersetzung in Leichte Sprache: Verena Reinhard

Geprüft von Menschen mit Lern-Schwierigkeiten: www.einfachverstehen.de

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Bilder: © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V.,

Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

Leichte-Sprache-Zeichen: © Inclusion Europe